Bürgerkönig 2019

Beim diesjährigen Pfarrfest St. Donatus wurde der jährliche Pokal für den Bürgerkönig, im Andenken an unseren früheren Vereinswirt Arnold Frings,  ausgeschossen.

Sieger wurde mit dem 165. Schuss Daniel Jessen.

Den Anstoß zur Teilnahme für Vater und Mutter gab der Sohn Jan, der seit April Bogenschießen bei den St. Donatus Schützen trainiert.

Bild:Verein * Text: (HS)

8.7.19

 

 

Dies ist nur ein kleiner Teil unserer großen Schützenfamilie

 

27.6.19 Foto (Matthias Mikliss)

Ralf Freyaldenhoven ist nun Ehrenpräses der Schützen

 

Geste der Donatus-Schützen. Hilde Emonds Königin.

 

Brand Vogelschuss, Ehrungen und ein letzter Schützengottesdienst mit Präses Pastor Ralf Freyaldenhoven bestimmten das Geschehen bei den St.-Donatus-Schützen. Den Auftakt machte eine Startschuss-Party für Jung und Alt im Schützendomizil, musikalisch waren die 90er Trumpf. Den Schützengottesdienst hielt letztmals Präses Pastor Ralf Freyaldenhoven. Im Pfarrheim stieg der große Königsball mit Musik, Tanz und zahlreichen Ehrungen verdienter Mitglieder, eine ehrenvolle Aufgabe für den Vorsitzenden und Präsidenten Christian Junker und Vize Manfred Stevens.

Bemerkenswerte 50 Jahre dabei ist Willi Schröder, auf 40 Jahre bringen es Reiner Gerrads, Hans-Dieter Haupt, Rainer Keuchen, Robert Merx, Werner Rober (jetzt Träger der neuen Plakette „König der Könige“). 25 Jahre halten Rolf Schumacher und Hilde Emonds dem Verein die Treue. Eine besondere Ehrung gab es für Dieter Wirtz (Medaille für Förderung und Verdienste in Silber des Rheinischen Schützen Bundes); die gleiche Auszeichnung in Bronze erhielten Jörg und Sonja Holländer. Hansi Mangartz, Erminio Madau bekamen die Verdienstnadel in Bronze, in Silber ging sie an Ricarda Mikliss.

 

Eine hohe Ehrung wurde dem scheidenden Präses Pastor Ralf Freyaldenhoven, der in den Ruhestand geht, zuteil, er ist jetzt Ehrenpräses. Ovationen am Schluss.

Im Schatten der Pfarrkirche stieg am Sonntag am Schießstand die Spannung, denn es ging um die Ermittlung neuer Würdenträger. Acht Teilnehmer wollten Prinz werden, Sieger blieb am Ende Tim Schwan, der mit dem 215. Schuss erstmals den Titel errang. Prinzessin Julia steht ihm zur Seite. Dann der Knüller beim Königsvogelschuss: Die noch amtierende Königin Hilde Emonds hatte prophezeit, „richtig draufhalten zu wollen.“ Gesagt, getan, sie konnte ihren Titel erfolgreich verteidigen mit dem 118. Schuss ging ihr Wunsch in Erfüllung. Sie wurde insgesamt zum dritten Male nun schon Königin.

27.06.2019 / Aachener Zeitung - Stadt / Seite 19 / LOKALES

Für Hilde ist den Schützen kein Weg zu weit

 

Die Büsbacherin Hilde Emonds ist Spross einer total Schützen-verrückten Famile und Königin der St.-Donatus-Gesellschaft in Brand

 

Büsbach/Brand Hilde Emonds, eine Büsbacherin, lehrt ihre Brander Schützenschwestern und -brüder gehörig das Fürchten, zeigt ihnen, wo Barthel seinen Most holt. Die couragierte Dame war bis Sonntag Königin der St.-Donatus-Schützengesellschaft, stand beim Königsball im Fokus und wurde für 25 Jahre Vereinstreue geehrt.

Was für eine „total-verrückte“ Schützenfamilie. Emonds – schon der Name zergeht regelrecht auf der Zunge. Das Schützengrün begleitet Mutter, Vater, zwei Töchter, drei Enkelinnen seit Jahren durchs Leben. Alles, was Emonds heißt, hat bereits Titel errungen. Aber, wie kommt eine Büsbacherin zu den Brander Schützen?

„Mein Mann war lange Jahre zuvor schon Mitglied, er hatte 1984 und 1998 den Königstitel errungen“, so Hilde Emonds gegenüber unserer Zeitung. Da blieb es nicht aus, dass die Ehefrau und später auch die beiden Emonds-Töchter Alexandra (Czichi) und Sonja (Holländer) sich in Richtung Brand begaben, dort Mitglied wurden, und das bis auf den heutigen Tag. „Beide haben in der Jugendabteilung angefangen, konnten die Prinzen- und Königswürde erringen“, sagt Hilde Emonds stolz.

 

Nicht genug, denn auch ihre Enkelinnen (die Zwillinge Leonie und Juli Jünger) sind in die Fußstapfen der Eltern und Großeltern gestiegen. „Die beiden älteren haben bereits die Prinzenkette getragen“, so die stolze Oma. Mehr noch: „Sie glänzen mit sportlichen Ergebnissen, wie die gesamte Brander Jugend“, ist zu hören. Gerade der Bogensport steht derzeit bei den Brandern, die heuer ihr 185-jähriges Jubiläum feiern, hoch im Kurs. „Ob Bogen, Pistole oder Gewehr: Brand begeistert“, berichtet Ehren-Präsident Herbert Stettner. Hilde selbst ist keine Sportschützin, wohl aber ihr Mann Dieter (2008 verstorben) und ein Bekannter, beide gehörten den Brander Schützen an. Sie lacht und meint: „Wir sind eine große Familie und keiner ist bei uns allein.“ Dann eine Anleihe auf Peter Alexanders großen Hit „Die kleine Kneipe“: „Keiner fragt, was du hast oder bist!“

Wer so vernarrt in die Schützen ist, bringt es auch im Laufe der Jahre zu schönen Erfolgen. „Erstmals habe ich 2014 den Königsvogel erlegt, das zweite Holztierchen hatte 2018 keine Chance zum Überleben“, lacht sie. Gerade in Brand seien die Schützendamen seit einigen Jahren bereits voll integriert. „Meine Tochter Sonja Holländer war 1997 Schützenkönigin und auch schon Jugendprinzesin.“ Heute ist sie bei den Sportschützen. Die kleine Enkelin Marie Holländer (Papa Jörg ist Jugendtrainer und Fähnrich), sieben Jahre alt, darf zwar noch nicht schießen, „aber sie ist mit Begeisterung dabei und marschiert bei den Schützen mit Herzblut mit“, erzählt die Oma.

Was bedeutet Hilde Emonds der Titel Schützenkönigin? „Für mich ist das Gruppe und auch Verein, die zusammenhalten und die Jugend mit einbeziehen“, meint sie. Und die Brander Schützen wissen, was sie an ihrer Königin haben. Am Samstag waren sie wieder allesamt in den Dickenbruch gekommen, die Queen hatte zu einem Umtrunk geladen. Für ihre Hilde ist den Schützen kein Weg zu weit. Und umgekehrt auch nicht. In einem kleinen Festzug kamen sie anmarschiert, denn es galt, die noch amtierende Majestät für den Königsball am Abend im Pfarrheim von St. Donatus abzuholen. Mit dabei Jugendprinz Kai Petersen und Bürgerkönig Wolfgang Königs. Festzug Teil zwei: Die Königin wurde zur Aachener Straße geleitet, wo der Bus nach Brand wartete. Am Sonntag stand Hilde Emonds beim Königsvogelschuss ihren Mann, sie hielt kräftig drauf, war willens und entschlossen, ihren Titel zu verteidigen.

Was sie angekündigt hatte, ging in Erfüllung: Mit dem 118. Schuss verteidigte sie ihren Königstitel aus dem Vorjahr. Insgesamt ist es für die „starke Frau“ aus Büsbach die dritte Königswürde, zweimal stand sie ihrem Mann als Königin zu Seite. Riesenjubel am Schießstand. Jetzt gibt es wieder Arbeit für das Damen-Gefolge, das Majestät auf allen Wegen zur Seite stehen wird. Die Bübacher Schützen müssen neidisch sein, solch ein „Ass“ nicht in ihren Reihen zu haben.

Ihr Schlussfazit lässt erkennen, wie wichtig ihr Königs-Titel sind. „Ja, meine beiden Königsjahre waren eine wunderschöne Zeit. Ganz toll finde ich, dass die Brander Schützen hinter ihren Würdenträgern stehen.“ Hilde schwärmt von schönen Erinnerungen, von denen es eine ganze Menge gibt. „So viele, dass mir im Augenblick keine besonderen einfallen“, schließt sie. Nun, jetzt kommen weitere Erinnerungen hinzu.

25.06.2019 / Stolberger Zeitung / Seite 17 / LOKALES

Es ist getan - der Königsvogel ist dem 118. Schuss erlegen.

 

Er fiel bei Hilde Emonds - unserer Vorjahreskönigin,

Sie hat ja bereits Übung und wir freuen uns sehr darüber.